FAQ

Da mir einige Fragen immer wieder begegnen, möchte ich hier auf dieser Seite einige Begriffe erklären und Sachverhalte darstellen, die regelmäßig Fragen aufwerfen. (ohne Anspruch auf Richtigkeit bzw. Vollständigkeit) Wenn du einen Begriff (der etwas mit Fotografie zu tun haben sollte) nicht verstehst, der hier nicht aufgeführt wird, fühle dich eingeladen mir zu schreiben. Ich werde versuchen diesen hier auf der Seite mit einer Erklärung aufzunehmen.

Was bedeutet TFP?

Regelmäßig gibt es Verwirrung was genau die Bezeichnung TFP bedeutet und welche Rechte und Pflichten damit verbunden sind. Das Thema handhaben viele Fotografen nämlich sehr unterschiedlich. Generell ist TFP eine Abkürzung für „Time for Pictures“ (auf Deutsch: Zeit für Fotos). Manchmal nennt man es auch auch „Time for Print“ oder andere sagen auch Time for CD. Je nachdem wie die entstandenen Bilder überreichen werden sollen.

Gemeint ist im Grunde, dass ein Fotograf ein Fotoshooting mit einem Model oder auch Visagisten vereinbart, ohne dass einer von beiden Geld dafür bezahlen muss. Es geht darum, dass beide Parteien ihre Leistung in das Shooting einbringen um ihre Bildideen zu verwirklichen – die möglicherweise im täglichen Job ansonsten zu kurz kommen. Im Nachhinein können alle gemeinsam von den entstandenen Fotos profitieren.

Zumeist gibt es einen Vertrag in dem klar geregelt ist in welcher Form die Fotos genutzt werden dürfen. Dabei ist es üblicherweise so, dass Fotograf und Model die Fotos jeweils zur Eigenwerbung und zur Einreichung bei Fotowettbewerben, etc. nutzen dürfen, jedoch weitergehende kommerzielle Nutzung unvereinbart bleibt. Ein Shooting auf TFP-Basis dient üblicherweise erst einmal dazu das Portfolio des Fotografen, der MakeUp-Artists, oder des Models zu erweitern. Natürlich besteht oftmals – auch im Nachhinein – die Möglichkeit mit den beteiligten andere Konditionen auszuhandeln und die Nutzung für bestimmte kommerzielle Zwecke zu erlauben. Oft ist es so geregelt das der Fotograf die Bilder aussucht, die veröffentlicht werden dürfen. Ich persönlich handhabe es gerne so, dass ich mit den beteiligten Personen gemeinsam alle Fotos sortiere um dann die Bilder mit gemeinsamer Zustimmung auszuwählen. So ist nachher jeder einverstanden mit einer eventuellen Veröffentlichung auf einer Ausstellung, in Fotozeitschriften, oder ähnlichem.

Niemand hat einen Anspruch auf ein solch kostenloses TFP-Shooting. Es geschieht auf freiwilliger Basis auf allen Seiten um ein bestimmtes Projekt zu verwirklichen. Meist sucht man (wie bei PayJobs auch) nach speziell für dieses Projekt geeigneten Modellen mit bestimmter Frisur, Haarfarbe, etc. Wenn ein Model nicht für eine Zusammenarbeit auf TFP-Basis ausgewählt wird, sollte es nicht traurig sein, da dies nicht persönlich genommen werden darf. Fragt ein Model einen Fotografen nach der Möglichkeit eines TFP-Shootings und es besteht zur Zeit kein Interesse an einer Zusammenarbeit, hat das Model immer noch die Möglichkeit den Fotografen für das gleiche Shooting zu engagieren. So kommt es doch noch zu den gewünschten Bildern mit weitergehenden Nutzungsrechten, der Fotograf darf die Bilder im Anschluss aber auch nicht selber verwerten.

Wie kannst Du mit deiner TfP-Anfrage Interesse wecken?

  • Schau Dir das Portfolio des Fotografen genauer an. Welche Bilder hat er noch nicht?
    Schlage ihm doch einfach neue, frische Themen vor, die ihn evtl interessieren könnten!
  • Was kannst Du zur Umsetzung dieser Bildidee beitragen? (Kennst eine geeignete Location, hast ein tolles Kostüm, kennst Du einen guten Visagisten, der auch gerne mit dabei wäre?)
  • Lege der Bewerbung mindestens ein aktuelles Foto von Dir bei

Wo sind die Preise?

Ich kann natürlich verstehen, dass es Euch zunächst interessiert welche Leistungen welchen Preis haben.
Jedoch entsteht so auch oft ein falscher Eindruck von den möglichen Angeboten die man individuell auch ganz anders erarbeiten könnte. Ich möchte zunächst immer gerne persönlich mit meinen Kunden sprechen und erstelle daraufhin ein individuelles Angebot, dass zu den jeweiligen Anforderungen am besten passt. Dies hat den Vorteil, dass man auf unnötiges verzichten kann und dafür möglicherweise ganz andere Aspekte berücksichtigt. Bitte habt Verständnis dafür wenn ich Euch daher auf dieser Seite keine Preise nennen kann.

 


 

Was sollte ich anziehen?

Die Wahl der richtigen Garderobe hängt natürlich stark vom Verwendungszeck der Fotos ab. Aber, ich denke, es sollte in jedem Fall etwas sein, in dem Du dich wirklich wohl fühlst. Sehr Schwarze oder auch sehr weiße Kleidung sollte nicht die einzige Auswahl sein die zum Fototermin mitgebracht wird. Hier geht die Plastizität leicht verloren, durch zu wenig sichtbare Schatten. Außerdem besser meiden sollte man Kleidungsstücke mit kleinen Musterelementen, bzw kleinkartierte Kleidung, da hierdurch ein sogenannter Moiré-Effekt auftreten kann, der das Auge irritiert. (Unten näher erklärt) Für Portraits gut geeignet ist oft pastellfarbene Kleidung, nicht zu bunt oder einfarbig, damit nicht zu sehr vom Gesicht abgelenkt wird durch große Markennamen oder andere Aufdrucke.

Begleitperson

Grundsätzlich habe ich nichts dagegen wenn Du eine Begleitperson zum Fototermin mitbringen möchtest. Generell sollte diese sich aber eher im Hintergrund halten. Hilfreich für die Fotoergebnisse (bei TFP-Shootings) könnte es aber sogar sein, wenn diese bereit ist zeitweise einen Reflektor zu halten, oder anderweitig bereit ist mitzuhelfen. Bei Pay-Jobs sind natürlich immer bereits genügend helfende Hände anwesend, aber es kann manchmal nicht schaden jemanden dabei zu haben den man nach seiner Meinung fragen kann. Bei einer Hochzeit würde ich in den meisten Fällen dazu raten das Paarshooting mit euch alleine zu gestalten. Es ist eine passende Gelegenheit, damit ihr ein wenig zur Ruhe kommen könnt, um zu genießen das ihr endlich verheiratet seid.

Was ist wenn es regnet?

Alle mögen gutes Wetter! Für Fotografen ist es aber auch sehr interessant wenn es schneit und stürmt. Sind Wolken am Himmel, kann man mitunter gerade deshalb eine sehr schöne dramatische Bildwirkung erzielen. Die Wolken wirken dann wie eine große Softbox und man benötigt keine Hilfsmittel, wie Reflektoren als Aufheller unerwünschter harter Schatten. Das Bildergebnis kann dadurch enorm an Qualität gewinnen und es führt zu Momenten, an die man sich in Jahren noch eher erinnert, als nur an strahlenden Sonnenschein. Seid also nicht traurig, wenn die Wettervorhersage anders ausfällt, als gewünscht.

Moiré-Effekt

Bei einem sich wiederholenden Muster aus Karos oder Streifen, vor allem bei feinen Strukturen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es im menschlichen Auge zu einem Aliaseffekt namens Moiré kommt. Hierbei entsteht eine Art Flimmereffekt bzw. den Eindruck eines groben überlagerten Rasters, was die Bildwirkung beeinträchtigt, da das Auge permanent dadurch abgelenkt wird. Also bitte, wenn vermeidbar, keine feinkarierten Sachen anziehen um Fotos mit solchen Effekten zu vermeiden.